Ministranten Pfinztal
Hebstwoche auf dem Leisenhof
Schon lage hatten wir geplant, uns mit den älteren Minis aus dem Pfinztal zusammen zu setzen und über die Ministrantenarbeit zu sprechen : Der Dienst am Altar, liturgische Fragen, Grundkenntnisse der Miniarbeit, Sorge um die neuen Ministranten und Gruppenstunden, Aktionen von "Sternsinger" bis "Ferienfreizeit" standen auf dem Plan. Es war also kein Freizeit - Wochenende,zu dem wir uns aufmachten, sondern das roch nach Arbeit. Wir, das waren 12 MinistrantInnen und als Leitung Pfr. Vetter und Frau Metzner. Wir hätten gerne noch ein paar mehr dabei gehabt. Aber jeder Ortsteil war vertreten und für´s erste Mal waren ja die "12 Besten"(!!??) schon ein ganz guter Anfang. So ganz nebenbei nahmen wir von einigen Pfarrgemeinderäten und Eltern die Frage mit, ob diese Woche nicht auch der Startschuß sein könnte, um in der Seelsorgeeinheit Pfinztal eine ersten Schritt auf eine lebendigen Jugendarbeit hin zu tun.


Der Leisenhof liegt am Talende über der Strasse von Welschensteinach nach Schutterwald, etwas unter den Höhenhöfen. Gerade über die Höhe kommt man nach Elzach (ca 8 km). Die Wälder und Bäume vor dem Haus hatten ihr herbstliches Gewand angezogen, die warme Sonne tat das ihrige um uns einen freundlichen Empfang zu bereiten. Obwohl wir wirklich viel im Haus waren - wie das eben bei einer Arbeitswoche so ist - war es jedesmal eine Pracht, vor die Türe zu treten, das herbstliche Bunt zu genießen und weit hinaus ins Kinzigtal zu schauen.






Aber wie schon gesagt: Wir waren ja zum Arbeiten gekommen. Und das ging auch gleich Montags so richtig los.



Zuerst hielten wir Rückblick auf die gegenwärtige Situation der Ministrantenarbeit in allen vier Pfarrgemeinden.In der Art eines Quiz ging es dann weiter und die Minis lernten die wichtigsten liturgischen Begriffe den entsprechenden Teilen des Gottesdienstes zuordnen.


Trotz aller Arbeit hielt es uns nicht jeden Tag im Haus. Die wunderbaren Herbsttage, die Farben der Bäume und das Blau des sonnigen Himmels luden ein, die nähere Gegend in einer kleinen Wanderung (12 km) zu erkunden. Wir kamen etwas spät los, erreichten noch bei Sonnenlicht den Gipfel des Hünersedel (777 m) und erlebten dann auf dem Rückweg einen herrlichen Sonnenuntergang. Allerdings war es dann wirklich Nacht, bis wir wieder im Haus waren. Zwei ganz Tapfere (G.F + C.G) wollten mittels ein Abkürzung schneller sein ... in tiefer Nacht konnte sie Pfarrer Vetter dann völlig entkräftet auf einem schmalen Bergsträßchen per POLO retten und so den Bestand der Minis im Pfinztals sichern ( Artenschutz für aussterbende Spezies !!). Daß das alles einen guten Hunger und Durst gab, brachte die Küche in keinerlei Verlegenheit. Mit einem opulenten Mahl (siehe Bild) wurde der Tag beschlossen - fast : Denn am Morgen und zum Abschluß des Tages beteten wir täglich gemeinsam die Laudes und die Vesper aus dem Stundenbuch.

     


Ein ganz besonders Ereignis war dann unser Besuch im Kloster Beuron, bei den Benediktinermönchen. Da wir uns auf dieser Woche ganz intensiv mit liturgischen Fragen beschäftigten, wollten wir in Beuron um 11.15 Uhr das tägliche Kapitelsamt besuchen. Leider dauerte die Hinfahrt dann doch etas länger als geplant (2h15). Wir kamen einige Minuten zu spät. Dennoch waren sogar die jugendlichen Minis sehr angetan von der Ruhe dieser Mönchsliturgie, von der Schlichtheit der Abläufe, von dem Choralgesang und der ansprechenden Zeremonie. Ohne viele Worte und Erklärungen wurde allen klar, wie auch der Dienst der Ministranten sein könnte und sein sollte, damit auch daheim in unseren Gottesdiensten Ruhe, Besinnlichkeit und die Hinwendung zu Gott gelingen kann.
Zu einem Mittagsvesper wanderten wir in einigen Minuten(manchen kam es wie Stunden vor) steil hoch auf einen sonnigen Felsen oberhalb der Donau. Ein wunderbarer Blick auf das Donautal und die Klosteranlage in der Herbstsonne belohnte unseren mühevollen Aufstieg. Danach trafen wir uns noch einmal mit dem Gastpater des Klosters und ließen uns von ihm durch eine Tonbildschau Geschichte und Gegenwart der Benediktinermönche erklären. Eine kleine Runde gab den Minis noch Gelegenheit den Pater auszufragen, worauf er sich gern und freundlich einließ.

Diesen Dank erhielt ich zwei Tage nach unserer Rückkehr per e-mail und gebe ihn gerne auch von meiner Seite in gleicher Weise dankbar an die Minis zurück und an Frau Metzner weiter :
Ich wollte mich noch einmal recht herzlich dafür bedanken, dass Sie so viel Mut hatten mit uns Minis eine Woche zu überstehen! Ich hoffe nur, dass diese Gruppe von Minis weiter bestehen bleibt! Wir haben uns alle echt gut verstanden. Wir sind eine Gruppe geworden! Einfach Klasse!