TOUR DE MONT BLANC 2003 Ministranten aus Pfinztal unterwegs mit dem Zelt
Die Wanderung um den Mont Blanc gehört zu einer der schönsten und anspruchsvollsten Bergwanderungen im Alpenraum. Die meisten Beschreibungen gehen davon aus, dass die Wanderer die einzelnen Etappen von Hütte zu Hütte gehen. Ich selber habe diese Tour nun schon acht mal gemacht und immer nur mit dem Zelt. Oft war ich mit Jugendlichen (Ministrant-Innen) und auch mit Erwachsenen unterwegs. In der Regel haben wir die Tour in zwei Etappen geteilt. Von der ersten berichtet diese Seite.

Start bei Notre Dame de la Gorge
Am Morgen fuhren wir mit einem PKW und einem Kleinbus vom Pfinztal los und kamen am späten Nachmittag in Les Contamines-Montjoie unweit von Chamonix an. Wir waren 8 Ministranten und Ministrantinnen, Frau PR Metzner und Pfr.Vetter. In wenigen Minuten trafen wir am Parkplatz bei Notre Dame de la Gorge ein. Hier begann unsere Tour um den Mont Blanc - für dieses Jahr mal zum Test die erste Hälfte bis Courmayeur. Schnell war alles gepackt, genügend Trinkwasser aufgefüllt und in eine kurzen Aufstieg ging es in einer knappen Stunde zum ersten Zeltplatz, der für Mont Blanc Wanderer extra ausgewiesen ist.



Der erste Praxistest der Minis mit ihren zum Teil neuen Zelten und der anderen Ausrüstung verlief ohne Probleme. Nur das Abendmenue war natürlich etwas eingeschränkt, weil jedes Gramm Luxus getragen werden mußte. Pfarrer Vetter beklagte das fehlende Bier zum Vesper und jeder/jede andere das, was ihm die Mama heute nicht nachtragen konnte. Die eine oder andere von den Muttis wird sicher unruhiger geschlafen haben als der Sohn oder die Tochter zum ersten mal ganz in der "Wildnis".


Aber bald war die Nacht vorbei. Nach einem Frühstück - ganz auf Fitness und Kraft ausgerichtet(=Müsli) ging´s nun los zu der ersten allerdings auch anstrengensten Etappe der geplanten Tour. Diese führte uns über die drei folgenden Abschnitte :Über La Balme - Col du Bonhomme(2.329 m) - Col des Fours (2.665 m)

    


Es war wieder ein schöner Morgen, der uns am zweiten Camp in Wanderlaune brachte. Nun kamen eine Stunde lang die Muskeln zum Zuge, die beim Aufstieg am Vortag Pause hatten. Etwas zwei Stunden waren wir abwärts unterwegs nach La Ville des Glaciers


Dort gab´s aus der nahen Käserei einen halben Käse. Alle durften probieren und fanden ihn als Nachtisch "extremcool" (oder so ähnlich ...)
Diese Stärkung war nun auch nötig für den bevorstehenden Aufstieg zum Col de la Seigne 2.516 m)

Col de la Seigne
Von dort war es nur noch eine kurze Strecke bis zur Camp-Möglichkeit auf einer schönen, ebenen Grasinsel zwischen zwei Bergbächen und zu Füßen riesiger Felspyramiden. Der Almbauer, der am Abend sein Kühe in die Nähe trieb, war uns wohlgesonnen und gönnte uns diesen herrlichen Platz. Am kommenden Morgen fanden seine Tiere noch reichlich Futter. Und wir legten immer großen Wert, daß auch nicht der kleinste Rest Müll am Lagerplatz zurückblieb (eigentlich eine Selbstverständlichkeit)



Unter der Elisabetta Hütte
Der letzte Tag war dann ein schönes hinab und hinaus - Schlendern (na ja!) vorbei am Gipfel des Mont Blanc und Mont Blanc de Courmayeur etwa 2.800 m über uns. Dann auf der Ebene vorbei unterhalb des Refugio Elisabetta Soldini und weiter runter zur Ebene des Lac de Combal.


Beim Lac de Combal Sehr mühsam waren dann die letzten Kilometer auf der heißen Landstrasse zur Bushaltestelle. Von dort fuhren wir dann hinunter nach Courmayeur



Die Abfahrtzeiten der Busse waren sehr gut aufeinander abgestimmt. So konnten wir gegen 14.30 Uhr durch den völlig neu gestalteten MONT-BLANC TUNNEL zurück nach Chamonix fahren. Vielleicht etwas teuer mit 9,50 EURO pro Person mit Gepäck, aber besser als gelaufen.




Einen weiteren Tag verbrachten wir auf dem Campingplatz in SERVOZ und machten uns noch einmal mit leichtem Gepäck auf vom COL DE MONTETS zum LAC BLANC und zurück mit der Seilbahn La Flegere nach LE PRAZ


Im Jahr 2004 haben wir den zweiten Teil der Tour erwandert
Bericht : Hier hier